So findest Du seriöse Quellen für Dein Content Marketing

Veröffentlicht von Julian am 12.04.17 10:22 in Content Marketing

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Was zitierfähige Quellen auszeichnet und wie Du sie prüfst

Dieser Artikel hilft Dir... 

- Informationen für Dein Content-Marketing zu finden
- in Deiner Branche auf dem Laufenden zu bleiben
- seriöse Quellen von unbrauchbaren zu unterscheiden
- die gefundenen Informationen zu verifizieren 

Teile Dein Wissen!

Im Content Marketing dreht sich alles um Expertise: Du teilst Informationen aus Deinem Fachgebiet, um die Fragen Deiner Buyer Personas zu beantworten, die sich zu einem bestimmten Thema informieren möchten. Gute Nachrichten: Als Mitarbeiter eines Unternehmens, welches in seinem Themenbereich naturgemäß Experte ist, bekommst Du das nötige Wissen quasi täglich mit dem Kantinenkaffee eingeflößt – Du bist Teil eines lebendigen Fachlexikons für Deine Zielgruppe und musst dieser das Wissen nur noch zur Verfügung stellen.

Um Dein Fachwissen laufend zu erneuern, informierst Du Dich in Fachmagazinen und –portalen, auf Messen, bei Meinungsführern/Influencern der Branche und hältst ein Auge auf Deine Wettbewerber. All dies bringst Du in Dein Content Marketing ein.

In einigen Fällen aber wirst Du unter dieser "Quelle: Eigenwissen" nicht alle Infos gebündelt finden, die Du zur Erstellung eines fundierten Beitrags brauchst. Auch will diese Quellensammlung regelmäßig aktualisiert und erweitert werden. Und selbst die Informationen dieser Quellen solltest Du auf ihre Belastbarkeit prüfen.

Wo also recherchierst Du Quellen für das Content Marketing Deines Unternehmens? Und woher weißt Du, dass die Infos, die Du findest, tatsächlich fundierte Informationen auf aktuellem Stand sind? Im Netz kann schließlich jeder alles behaupten und was heute gilt, ist vielleicht morgen schon wieder überholt!

Bleibe auf dem Laufenden: So vertiefst Du Dein Wissen und bist in Deinem Fachbereich immer optimal informiert

RSS-Reader

In einem RSS-Reader oder Feedreader sammelst Du Blogs oder Webseiten, die für Dich interessant sind. Hast Du eine Website oder ein Blog dem Reader hinzugefügt, bekommst Du immer die aktuellsten Änderungen und Veröffentlichungen gebündelt in einem Web-Feed angezeigt. Durch die regelmäßige Lektüre der so gesammelten Websites und Blogs bleibst Du über die aktuellen Entwicklungen in Deiner Branche auf dem Laufenden, kannst Trends und News schnell identifizieren und darauf mit Deinem eigenen Content reagieren.
 

Social Media

Vernetze Dich auf Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing und möglichen weiteren Portalen, die für Deinen Fachbereich relevant sind, mit anderen Personen und idealerweise mit Influencern in Deiner Branche. So erweiterst Du Dein Netzwerk und damit Deinen Horizont! Durch die (möglichst tägliche) Prüfung und Teilnahme am Diskurs bist du stets Up-to-Date. Und Dein Informations-Netzwerk wird weiter wachsen! Entdecke internationale Fachmagazine, Influencer oder Wettbewerber, tausche Dich mit ihnen aus und werde selbst zu einem Gesprächspartner auf Augenhöhe!

Google News

Die News-Suche bei Google oder anderen einschlägigen Suchmaschinen wie Bing funktioniert wie eine Nachrichten- oder Presseagentur. Anders als die dpa oder Reuters aber werden die Nachrichten automatisiert zusammengetragen. Mithilfe der News-Suche findest Du heraus, was zu einem bestimmten Suchbegriff zuletzt erschienen ist.

Schreibe für den Leser: So findest Du Quellen für Content, der Deine Buyer Persona interessiert

Google Trends

Das Analyse-Tool Google Trends ist für Deine Content-Recherche geeignet, um herauszufinden, was Deine Zielgruppe aktuell interessiert. Du kannst damit unter anderem saisonale Trends identifizieren und auf diese mit Deinem Content reagieren. Denn was helfen die besten Inhalte, wenn sie ihre Leser zur falschen Zeit erreichen? Mit Google Trends findest Du Themen, die bei den Lesern auf Interesse stoßen, und Quellen, die sich damit auseinandersetzen.

W-Fragen-Tools

Tools wie answerthepublic.com, w-fragen-tool.com oder seorch.de sind nicht nur für die Themenfindung geeignet, sondern auch für die Content-Recherche. Du gibst ein Keyword im Suchfeld ein und erhältst W-Fragen, die zu diesem Suchbegriff bei den einschlägigen Suchmaschinen gestellt werden. Indem Du im Anschluss diese W-Fragen selbst bei der Suchmaschine stellst, findest Du heraus, wer sich auf welche Weise bereits mit dem Thema beschäftigt hat.

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Quelle: answerthepublic.com


Verwandte Suchanfragen

Auch die Überprüfung verwandter Suchanfragen hilft Dir, den Umfang Deines Themas zu umreißen und zu analysieren, was es dazu bereits an Content gibt. Gibst Du beispielsweise "Auto" bei Google ein, wird Dir als verwandte Suchanfrage "Auto kaufen" vorgeschlagen. Dieser Begriff wiederum eröffnet die verwandte Suchanfrage "Auto kaufen gebraucht", dieser wiederum... das Spiel kannst Du beliebig lang fortsetzen.
 

Möchtest Du mehr über Quellen, die Blogartikel-Recherche und das Schreiben von Content erfahren, kannst Du Dir hier unser eBook "Ready, Set, Go! So setzt Du Dein Content Marketing Konzept um" herunterladen.

So prüfst Du die Glaubwürdigkeit einer Quelle

Zunächst: Fundierte Informationen im Netz sind nicht allein für Deinen Leser entscheidend. Sie sind der Mörtel, der das Gebäude Deines Content Marketings zusammenhält. Nur wenn das Wissen, das Du teilst, belastbar ist, kannst Du diesem Gebäude Größe und Gewicht verleihen. 

Denn dies ist die glänzende Kehrseite der Medaille: Natürlich kann jeder im Netz unqualifizierte Behauptungen aufstellen, aber Widersprüchlichkeiten und Fehlinformationen werden dank der "Schwarmintelligenz" schnell als solche enttarnt. Und zu einer Branchenautorität wirst Du mit Deinem Content nur dann, wenn deine Inhalte glaubwürdig und relevant sind. 

Wenn Du bei der Recherche brauchbaren Content gefunden hast, solltest Du anhand der folgenden Parameter überprüfen, ob die Quelle seriös und die Informationen glaubwürdig sowie zitierfähig sind:

  • Wird der Autor genannt? Hat er belegbares Fachwissen vorzuweisen?
  • Wird auf der Website unmittelbar ersichtlich, wer für die Publikation verantwortlich ist?
  • Welchen Zweck verfolgt der Content, mit welchem Interesse wurde er erstellt?
  • Ist der Content neutral und objektiv? Kommt darin eine bestimmte Meinung zum Ausdruck?
  • Wie sind die Aussagen des Autors belegt? Bezieht sich der Inhalt auf andere belastbare Quellen, etwa auf Studien, Fachliteratur oder Artikel anderer seriöser Medien?
  • Ist der Inhalt datiert oder die letzte Aktualisierung der Website ersichtlich?
  • Ist der Content werblich oder rein informativ? Werden Produkte oder Markennamen genannt?
  • Wird von anderen Stellen auf die Website verlinkt? Wer verlinkt auf die Seite?
  • Copy/Paste? Erscheint der Inhalt in ähnlicher oder sogar identischer Form an anderer Stelle?

Als besonders tragfähig gelten Inhalte von überregionalen Medien, öffentlichen Einrichtungen oder unabhängigen Instituten. Aber auch Blogs und Nachrichtenportale von Unternehmen sowie Inhalte von weniger bekannten Urhebern können als Quellen dienen, wenn sie einer gewissenhaften Prüfung standhalten.
 

Wichtig: Die Quelle verifizieren

Du hast also die Quelle geprüft und bist zu dem Schluss gekommen, dass sie vertrauenswürdig ist. Dennoch solltest Du die Information verifizieren. Das bedeutet, dass die Information durch mindestens eine weitere unabhängige Quelle bestätigt wird. Es gehört zur journalistischen Sorgfaltspflicht, insbesondere bei entscheidenden Themen mehr als eine Quelle zur Recherche heranzuziehen.

Zu den meisten Themen gibt es mehr als nur eine Meinung. Welche Position Du zu einem bestimmten Thema einnimmst, bleibt Dir überlassen. Es ist aber sinnvoll, das Spektrum an Positionen zu kennen, um Dir eine Meinung zum Thema zu bilden, und besonders dann wesentlich, wenn Du diese Meinung öffentlich vertrittst.

Bei vielen sachlichen Fragen scheint es nur eine richtige Antwort zu geben. Doch auch diese kann in einem speziellen Kontext richtig sein, in einem anderen aber nicht zutreffen.
 

Erst Dein eigener Ansatz macht Deinen Content unique und Dich langfristig zu einer Autorität

Zuverlässige Quellen für Deine Content Recherche zu nutzen und sie in Deinem Content zu zitieren, ist essenziell für die Qualität Deiner Inhalte. Allerdings macht erst Dein eigener Ansatz den Inhalt individuell und interessant.

Natürlich entscheidet die Art des Contents, in welchem Maße Du Deine eigenen Ansichten einbringen solltest. Dies bietet sich vor allem bei meinungsgetriebenen Inhalten an und ist letztendlich auch eine Frage der Buyer Persona und ihrer Position auf der Buyer's Journey.

Aber: Wer nur wiederholt, was andere bereits veröffentlicht haben, bringt den Diskurs nicht weiter, und damit auch nicht den Nutzer. Verleihe Deinem Content eine eigene Note, um Dein Content Marketing unverwechselbar zu machen!

 

FYI: Die Quellen zu diesem Artikel findest Du hier:

http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/
http://www.bpb.de/izpb/7527/wer-journalisten-sind-und-wie-sie-arbeiten?p=all
http://www.zeit.de/2008/06/C-Internetwahrheit/komplettansicht
http://informationskompetenz.e-learning.imb-uni-augsburg.de/node/1148

 
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