Blog-Themen finden – die ultimative Technik für unendlich viele Ideen

Veröffentlicht von Damir am 15.03.17 16:58 in Content Marketing

Dokumentieren fuer Blog-Themen

Dokumentiere, was Du tust!

Eigentlich gibt es unendlich viele Blog-Themen für jede Branche. „Die besten Muffinrezepte“, „Die schönsten Urlaubsorte 2017“ und „[wähle Anzahl] Tipps für bessere [wähle Thema]“ sind gute Beispiele. Daher ist es verhältnismäßig einfach, für die eigene Branche und das eigene Thema die nächsten zehn Blog-Ideen zu definieren. Allerdings wurden die meisten Dinge ja schon gesagt und jedes Thema ist bereits in den Top-10 von Google vertreten.

Da Dein Blog (hoffentlich) Dein wichtigstes Content-Asset ist, sollten eine gewisse Einzigartigkeit und Authentizität allerdings eine wichtige Rolle spielen. Und dabei liegen Deine Blog-Themen direkt vor Dir, auf Deinem Schreibtisch, bei Deinen Kundenterminen, in Deiner Werkstatt...

Dokumentieren geht über Studieren

Wie Du etwas dokumentieren kannst

Nehmen wir an, Du bietest als Freelancer Vertriebsunterstützung an und möchtest Deine Themen über einen Blog einem Publikum zugänglich machen. Nun suchst Du nach Blog-Themen für Deinen nächsten Artikel.

Wann hast Du die letzte Mail an einen Deiner Leads geschickt? Gestern? Ok! Was hast Du geschrieben? Wie sah der Kontakt zum Lead vor dieser Email aus? Wie ist die Person ein Lead geworden und welche Schritte hast Du unternommen, damit diese Person ein Lead wird? Und welche Schritte unternimmst Du gerade, damit der Lead ein Kunde wird? 

Bäm! Da hast Du Dein Thema.

Wenn Du mit Deiner Expertise glänzen möchtest, wie Du Unbekannte zu Leads und Leads zu Kunden machst, dann kannst Du wahrscheinlich täglich mindestens zehn Themen aus Deiner Arbeit ableiten.

Wie Du Deine dokumentierten Blog-Themen umsetzt

Ich gehe jetzt davon aus, dass Du Dich bereits mit Deiner Buyer Persona, der Keyword-Recherche und der Themenfindung auseinandergesetzt hast. Gehe Schritt für Schritt vor, um einzigartige Blog-Themen und Ergebnisse zu erzeugen, die authentisch sind:

  1. Mache eine Liste mit 100 Themen

Wenn Du Dir jeden Tag zehn mögliche Themen notierst, dann hast Du nach zehn Tagen 100 Themen gesammelt. Ich bin aber überzeugt davon, dass Dir innerhalb von einer Stunde 100 Themen einfallen, die Deine potentiellen Kunden interessieren. Schreibe jede noch so „unsinnige“ Idee auf. Später kannst Du die Ausreißer aussieben. Wenn Deine Liste fertig ist, stellst Du Dir folgende Frage:

Kann ich zu jedem Thema aus der Praxis heraus berichten? Wenn die Antwort „Ja“ ist, dann ab zu Punkt 2. Wenn die Antwort „Nein“ ist, streiche die Blog-Themen, mit denen Du keine praktischen Berührungspunkte hast.

  1. Gleiche die Liste mit Keywords ab

Wenn Du weißt, auf welche Long-Tail-Keywords Du ranken möchtest, teile nun jedem Deiner Themen das passende Keyword zu. Nur kurz: Stelle sicher, dass jedes Thema ein eigenes Fokus-Keyword hat und reichere dieses um relevante Begriffe an. Hinweis: Du solltest diese Begriffe nicht nur im Blogartikel kurz erwähnen. Die Begriffe sollten Unterthemen sein, die Du im Text aufgreifst.

  1. Wähle Dein erstes Thema

Kommen wir zu unserem Beispiel der Vertriebsunterstützung zurück. Du möchtest einen Prozess darstellen, wie Du aus Fremden Leads und aus Leads Kunden machen kannst. Notiere Dir den gesamten Prozess. Gehe Schritt für Schritt alle Details durch. Folgende Fragen können Dir eine Hilfestellung sein:

  • Wie machst Du potentielle Kunden auf Dich aufmerksam?
  • Wie bereitest Du diese Maßnahmen vor?
  • Welche Schritte unternimmst Du, wenn Du einen Lead generiert hast?
  • Wie folgst Du diesem Lead und wie bleibst Du mit ihm in Kontakt?
  • Welche Schritte unternimmst Du, um den Lead zu einem Kunden zu konvertieren?
  • Und was machst Du vor, zwischen und nach diesen Schritten?

  1. Nutze einen dieser beiden Ansätze beim Schreiben 

„Wie Du etwas“

Zeige dem Leser, wie ER genau das umsetzen kann, was Du in Deinem Artikel thematisierst. Damit wird der Kontakt zwischen Dir und Deinem Leser unmittelbarer. 

„Wie ich etwas“

Hier ermöglichst Du dem Leser, Deine Perspektive einzunehmen. Dadurch kann er sich besser mit dem Thema und den einzelnen Schritten identifizieren.

  1. Verfasse ein Fazit

Ja, jeder Text sollte eine Art von Einleitung, Hauptteil und Schluss aufweisen. Beim Dokumentieren von Content kannst Du aber ein sehr authentisches Fazit verfassen. Setze Dich daher im Fazit nicht mit dem Thema an sich, sondern mit den von Dir umgesetzten und im Artikel beschriebenen Maßnahmen auseinander. Und das solltest Du im Idealfall möglichst selbstkritisch tun, um authentisch und glaubwürdig zu bleiben. Zeige dem Leser, was Du selbst besser machen könntest und erkläre, warum Du von einzelnen Schritten überzeugt bist.

 

Fünf perfekte Formate für dokumentierten Content

Wenn dokumentierter Content kein eigenes Format ist, dann passt er zumindest auf nahezu alle bestehenden Formate. Solltest Du Dir jetzt die Frage stellen, in welche Form Du Deine Story packen sollst, dann helfen Dir möglicherweise folgende fünf Textformate weiter.

Problemlösung

Du kennst ein exaktes Problem Deiner Zielgruppe und bist erfahren in der Lösung dieses Problems? Dann solltest Du Dein Blog-Thema in einen Problemlösungsartikel packen.

Interview

Du möchtest einen Prozess darstellen, den Du lediglich aus der Theorie kennst? In Deinem Unternehmen, Deiner Branche oder Bekanntenkreis findest Du garantiert jemanden, der sich gerne aufgrund seiner Erfahrungen interviewen lassen würde. So zapfst Du das Wissen anderer an.

FAQ-Artikel

Bei Deinen Kundengesprächen stellst Du fest, dass immer wieder dieselben Fragen gestellt werden? Liste die am häufigsten gestellten Fragen in einem umfassenden Artikel auf und beantworte sie. Und erzähle bei dieser Gelegenheit, wie es zu diesen Fragen kam und warum es Dir wichtig ist, sie als Blogartikel zu veröffentlichen.

Checkliste

Du hast wiederkehrende Fehler bei einer bestimmten Handlung, zum Beispiel in Deinen Vertriebsaktivitäten, erkannt? Anschließend hast Du eine Checkliste erstellt, damit Du die Fehler nicht wiederholst? Bereite die Checkliste als Artikel auf und erzähle Deinen Lesern bei dieser Gelegenheit, welche Fehler und Einsichten Dich zu dieser Checkliste gebracht haben.

Anleitung

Schreibe einen „Wie Du“-Artikel und erkläre Deinen Lesern detailliert, wie sie eine Aufgabe meistern können. Versuche alle Einzelheiten zu beachten, um den höchstmöglichen Mehrwert zu bieten.

 

Blog-Themen dokumentieren – die Vorteile

Wenn Du ausschließlich über die Themen sprichst, die Du aus Deiner Erfahrung kennst, merkt das Dein Publikum (Effekt: „Der weiß, wovon er spricht“). Das ist nicht nur authentisch, sondern trägt zur Bildung eines Expertenstatus bei. So kannst Du Deine Story erzählen und zu Deiner Glaubwürdigkeit beitragen. Ein großer Vorteil aufgrund Deiner praxisrelevanten Nähe zum Inhalt des Artikels: Du wirst die Texte sehr schnell verfassen können. 

Und nicht zuletzt entsteht geiler Content, der direkt aus der Praxis stammt und damit extrem hilfreich für Deine Buyer Persona wird.

P.S.: Dokumentiere nicht nur in Deinen Blogartikeln! eBooks, Infografiken und Videos bieten sich als Formate ebenfalls bestens an :)

 

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